Tuesday, February 20, 2007

Die Wiederherstellung der deutschen Wein-Ehre

zunächst mal die Vorgeschichte:
Bevor ich zu Silvester zurück nach Stockholm gekommen bin fand ich bei uns in der Garage eine Kiste mit 9 Flaschen Wein. Darunter war alles mögliche vertreten:
76'er Riesling Spätlese, 95'er Ebersheimer Riesling Spätlese etc., eigentlich alles Riesling. Da dachte ich mir, warum stehen die in der Garage?! ^^ Bevor man sie wegwirft kann ich sie doch mit nach Schweden nehmen - und das war auch mein einziges Gepäck beim Flug, inklusive einer (ich dachte guten) Flasche 92'er Riesling aus unserem Keller.
Mit Marc und Co. (die mich ja über Silvester besuchten) stellte ich schon mit Enttäuschung fest, dass quasi alle Flaschen aus der Garage zu recht dort abgestellt wurden ^^ - entweder zu alter Geschmack oder einfach ungenießbar. Gut, aber es blieb ja noch die "gute" Flasche 92'er Riesling. Ich versammelte also meinen halben Korridor zum testen. Dann aber: auch diese Flasche zu alt, quasi ungenießbar, peinlich peinlich. Vorher musste ich mir von den Franzosen und einem franz. Belgier (Nicolas) anhören, dass sie gar nicht wussten, dass in D überhaupt Wein angebaut wird.. *grrr*.. somit wurden sie ja quasi bestätigt. Auf jeden Fall blieb der Eindruck, dass es wenn dann nur schlechten Wein in Deutschland gibt.
Am Wochenende war Papa mit Eva und Chrissi zu Besuch und ich bat ihn nat. vorher ein paar gute Flaschen mitzubringen, so dass wir den Ruf eines Weinlandes wiederherstellen bzw. erstmal aufbauen könnten. Sonntag war es also so weit:
Mein halber Korridor + die Franzosen u. der Belgier waren zum Weintesten geladen:
Die "Helden" des Abends waren ein 2004er Riesling 'classic' aus Schloss Reinhartshausen, ein 2004er Riesling 'classig' von der Abtei St. Hildegard und zum Schluss ein 2005er Dunkelfelder halbtrocken von Rauenthaler Steinmächer (siehe Foto).
Kombiniert wurde das noch mit Pizza vorne weg/parallel und zum Rotwein Serano Schinken vom Spanier aus meinem Korridor (Rubén) und Spanischem Käse. Der Riesling kam bei allen gut an, die Franzosen wirkten sichtlich überrascht ^^, genau wie Rebecka (eine Schwedin aus meinem Korridor), die sonst keinen Wein mag. Beim Rotwein war dann der französisch Sprechende Teil (Franz+Belgier) zwar nicht abgeneigt nur hieß es man sei einen "anderen" Geschmack gewohnt - ich wurde hinterher aufgeklärt, dass zumindest in Belgien hauptsächlich Bordeaux getrunken wird. Somit war der Abend gelungen, da alle drei Flaschen doch recht flott geleert wurden - gut, wir waren auch 10 Weintrinker, da geht das nat. schnell ^^. Danach blieb noch die französoische Fraktion und wir tranken noch eine Art französischen Anisschnapps (daher das Foto von mir ^^)... war vlt keine gute Idee nach dem Wein von vorher ;-)
Desweiteren haben die Franzosen schon angekündigt mal mit einer Weinprobe nachzulegen :-)

-hej då

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