Nordentrip (Teil 2/3)
- 6. Januar - 10. Januar sind in Teil 1 beschrieben -
11. Januar Svolvær, Lofoten
-----------------------------
Wir stand
en wie geplant bei Zeit auf und konnten schon einen ersten Blick aus dem Wohnzimmer auf die umliegende Landschaft werfen. Zwar war es noch ziemlich nebelig doch wir ahnten schon, dass man sowas noch nicht gesehen hatte ^^ - um uns herum Berge, Wasser und nochmals Berge...
Zum Frühstück wurden uns gewohnte und ungewohnte Dinge hingestellt .. ^^
Ich versuchte mich mal an Fløtemysost (das ø entspricht dem ö), eine Art Käse. Bei der Herstellung wird die Milch wohl einige Zeit gekocht und irgendwie hat man dann eine nach Karamel schmeckende Masse übrig. Darauf kommt dann z.B. Hagebuttenmarmelade. Ich muss aber als Fazit sagen, dass ich schon besseres gegessen habe :D... oder "genauer" gesagt: es schmeckte "interessant" ;-). Desweiteren wurde aber auch Lach
s etc. bereitgestellt, wir wurden also satt und gestärkt für unsere kleine "Bergwanderung":
Zu Fuß ging es Richtung "Antenna", einem Aussichtspunkt auf ca. 250m Höhe - der Weg wurde uns am Vorabend bereits von Anne-
Gerd (der Haushälterin) gezeigt. Am Ufer konnte man am Horizont hinter ein paar Bergen und einem Nebelfilm gegen 11 schon die Sonne erahnen. Als wir schließlich den eher wenig mühsamen Weg bis zur Antenn
a erklommen hatten gabs einen prächtigen Ausblick auf die Nordsee/das Norwegische Meer - die Sonne war mittlerweile aufgegangen und der Nebel quasi verschwunden. Nach einer Foto Pause entschlossen wir uns aber den nächst gelegenen "Berg" auf 350m zu besteigen. Wir mussten den Pfad quasi sel
bst suchen und nach einigen Metern wurde es doch ziemlich steil und der Schnee teilweise hüfttief - Flo entschied sich von dort aus einen anderen Aussichtspunkt zu erhöhen, ich hatte mir jedoch in den K
opf gesetzt bis hoch zu klettern ^^. Nach nicht all zu langer Zeit gelang mir das auch, auch wenn sehr beschwerlich wurde ich mit einem traumhaften Rundumblick über Svolvær und Kabelvåg belohnt! Die Sonne war am höchsten Punkt (knapp über dem Horizont ^^) angelangt, somit war das Timing perfekt :-). Nach kurzer Rast entschied ich mich quasi v
om Berg runterzurutschen.. also auf den Hintern sitzen und das Gefälle nutzen. Video davon gibts hier.
(Xvid-Codec benötigt, den gibts hier)
Die letzten Sonnenstrahlen nutzen wir für eine kurze Wanderung nach Kabelvåg (~5km).
Zu sehen gabs die Kathedrale (oder den Dom) der Lofoten, eine kleine, nette Kirche aus Holz mit leider ungepflegtem Anstrich. Wie erwartet war sie nicht geöffnet, offenbar geschieht das im Höchstfall einmal pro Woche, da im Umkreis immer nur in einem der Orte eine Messe stattfindet. (Ja, da ist man in D anderes gewohnt). Nachdem einem recht teuren Fast-Food-Snack in Kabelvåg gings mit dem Bus zurück.
Nachdem wir uns in unserer Unterkunft aufgewärmt hatten gingen wir nochmal in die Stadt, ins Kriegsmuseum. Leider hatten wir beide unsere Kamera vergessen, deswegen gibts gerade von diesem äußerst brisanten Museumsbesuch keine Fotos.
Geboten wurde eine private Sammlung einige Hinterlassenschaften der Nazis und Engländer auf den Lofoten / in Norwegen nach dem 2. Weltenkrieg. Darunter alles mögliche: von der Anstecknadel zur Pferdegasmaske, sämtliche Uniformen, Flaggen, alles... darunter auch traditionelle Kleidung der Sami. Gewissermaßen hatte das schon eine schockierende Wirkung, zumindest auf mich. Gerade Pässe von Deutschen Soldaten, mit Fotos die da aufgeklappt rumlagen und mal eben eine Mastflagge von einem in Narvik versenkten Zerstörer, die an der Decke hängt. Beschreibungen zu den ausgestellten Sachen gabs in drei Sprachen. In Norwegisch sehr ausführlich, dann mal mehr oder weniger gekürzt in Deutsch und/oder Englisch...
Bei einigen Texten bekamen wir schon den Eindruck, dass die Neutralität ein bisschen verfehlt wurde. ... die Uniform oder das Abzeichen von Offizier bla bla. Text: "x.x.1947 wurde er schließlich gefasst - er war so naiv zu glauben, dass man seine Greultaten vergessen würde. Am x.x.1947 wurde er schließlich hingerichtet..."
Oder der beitext zu einem Schiffsmodell eines (bekannten) deutschen Schlachtschiffs:
"Am 12. November 1944 war es endlich soweit: das Schlachtschiff Tirpitz der Deutschen wurde versenkt..."
Nunja, wir konnten darüber wohl eher "schmunzeln" bzw. in unserer Generation kann man das ja gar nicht bewerten.. ist halt nicht unsere Zeit. Trotzdem war es glaub ich einer der für mich bisher "intensivsten" Museumsbesuche - kann ich nur jedem Empfehlen, der vlt mal auf den Lofoten sein sollte. Auch heute kann man wohl noch insgesamt 20 Bunkeranlagen von früher ausfindig machen. Svolvær wurde nach dem "Lofotenraid" der Briten am 4. März 1941
mit Bunkeranlagen verstärkt. (Infos zu dem "Raid" hier)
12. Januar Svolvær -> Skutvik -> Fauske -> Trondheim
---------------------------------------------------------
Nach etwas ausgiebigerem Schlaf entschieden wir uns nochmal Svolvær in einer anderen Richtung zu erkunden. Es ging auf eine kleine Insel namens "Svinøj" (Schweineinsel) mit weitem Blick über die Brandung an einem eher felsigen Küstenstreifen.
Wir mussten leider bei Zeit zurück, da unsere Fähre nach Skutvik (siehe Detail-Karte) schon gegen 15.45 ablegte. 2.5h dauerte die Fahrt mit der Fähre, die eigentlich dauerhaft massivst am wanken war ^^. Ich machte mir da schon ein wenig Sorgen (Video mit Blick vom Schiff aufs Festland gibts hier), die Norweger hats nicht gekümmert... die sind wohl anderes gewöhnt ;)
In Skutiv stiegen wir dann in einen Bus um Richtung Ulsvåg, wo wir wieder den Bus w
echselten und kamen schließlich gegen 21 Uhr in Fauske an. Der Zug fuhr planmäßig gegen 21.40 Richtung Trondheim. Dass die Norweger reich sind spürten wir dann direkt im Abteil als wir unser Nachtfahrt-"Survival"-Package auf unserm Platz
vorfanden: Eine Schönheitsschlaf-"Brille", ein aufblasbares Kissen, eine Decke und Ohrenstöpsel machten mit gut verstellbarem Sitz die Nachtfahrt zu einer fast erholsamen Angelegenheit - NSB.no lebe hoch! :D
13. Januar Trondheim
----------------------
Gegen 7.30 kamen wir dann in Trondheim an. Noch im Zug hab ichs Zustande gebracht meine so praktische Gürteltasche der Kamer zu zerstören: Beim Hinsetzen blieb ich an der Sitzlehne hängen .. grrr...
Wir hatten für Trondheim keine Unterkunft klar gemacht, daher entschieden wir uns die nächste Jugendherberge (sollte ja günstig sein) aufzusuchen. Am Bahnhof wurde uns eine Karte ausgehändigt und wir machten uns auf den Weg. Es war verhältnismäßig mild und es lag verglichen zu Lofoten und Kiruna auch nur recht wenig Schnee... wir waren ja bereits anderes gewöhnt ^^. In der Jugendherberge gabs dann den nächsten "Abturn": Preis für eine Nacht (pro Person) mit "sheets" (fürs Bett): 375 NOK ~ 45€!!! Grrrr Norwegen ist zwar schön, aber TEUER! Wir hatt
en ja leider keine wahl als das Angebot zu akzeptieren, die umliegenden Hotels/Pensionen (was davon offen hatte) waren noch teurer.
Nachdem wir uns erstmal 2h schlafen gelegt hatten (ja, ein wenig Defizit bestand noch) gings zur Kristiansten Festung, einer Burg aus dem Mittelalter, die 1718 Norwegen erfolgreich vor den Schweden schützte Erste wichtige Info die man beim Betreten laß: "...folgende Soldaten wurden im 1940 - 1945 von den Deutschen hier hingerichtet...." nunja... irgendwie war mir die offenbar radikale Präsens der Deutschen bzw. der SS während des 2. Weltkrieges nicht wirklich bewusst.
Da es schneite und ein recht dichter Nebel über der Stadt lag hatten wir einen eher mäßigen Ausblick. Was aber kam zu übersehen war war die Universität und die Kathedrale.
Als kleine Zwischeninfo: Trondheim hieß vor 1930 Nidaro, daher heißt die Kathedrale/der Dom auch Nidarosdom. Nidaros heißt so viel wie "Stadt an der Mündung", dadurch zu erklären, dass Trondheim an einem 130km langen Fjord liegt (der drittlängste Norwegens).
Wir machten uns zunächst auf den Weg Richtung Dom. Wir kamen vorbei am ersten
Fahrradlift der Welt :D "installed 1993 to encourage cycling in Trondheim" - bllaaaa, wer mit dem Fahrrad fährt soll entweder den Berg hochfahren oder "wer sein Rad liebt, der schiebt" - pfff!. Schließlich erreichten wir den Dom: Baubeginn gegen 1070, das meiste während des 12. Jhd. Nach einem Brand standen für ca. 400 Jahre (von 1537 bis 1869) nur noch ein paar Ruinen, die Restaurierung dauerte dann nochmal 100 Jahre. Die ansessige Glaubengemeinschaft ist die Anglikanerkirche.
Da man in die beiden Museen (mit Reichsinsignien, im wesentlichen Art Kronjuwelen) hätte Eintritt zahlen müssen wobei Fotos machen v
erboten war, sahen wir dann doch nicht ein nochmal 100 NOK zu investieren ^^. Stattdessen investierten wir das Geld in ein sündhaft teures Fast-Food Lokal namens Burgerking ^^... Flo bezahlte umgerec
hnet 10€ für sein Menü (in D gibts das für 5€), und statt NO ICE bekam er die Coke auch noch mit.. siehe Bild :D
Wir gingen danach in ein interaktives Museum für klein und groß namens "Vitensentret". Geboten wurden 150 Physik-Spielchen zum selbst ausprobieren... sehr sehr lustig ^^ aber man kann sich ja vorstellen wie sich Physiker in so einem Museum aufführen :D (s
chlimmer als Kinder ;-)) - wer mal in Trondheim ist: auf jeden Fall reingehen!
Am Abend hatte ich beschlossen zu hungern um dadurch meinen Geldbeutel zu schonen
(ich war sauer, weil ich vorher bei einer Art Kiosk für ein 0,6l Wasser 3,30€ bezahlt hatte *grrr* und sah daher nicht ein noch einen Cent an dem Tag auszugeben). Flo wollte aber noch etwas Geld fürs Abendessen ausgeben und wir wurden auch fündig. Eine "Art" indisches Lokal verkaufte ihm eine "Art" Hähnchen-Döner für 10€ :D (1€ extra fürs dort Essen, also Trinkgeld halt schon included). Ich hatte dann nachts auch meinen Spaß, da die wohl nicht mit Knoblauch gegeizt haben ^^ @Flo: *wink* :D
14. Januar Trondheim - Oslo
-----------------------------
Morgens aß ich mich dann am eher bescheidenen, aber ausreichenden Frühstücksbuffet satt ^^
(und packte "illegal" ein paar Brote mit ein).
Da wir gegen 10 Uhr das Zimmer verlassen mussten machten wir uns bei Zeit auf den Weg um noch ein paar Stunden in Trondheim zu nutzen. Meine weiterhin sehr unhandliche Tasche
schränkte un
sere Laufbereitschaft empfindlich ein :D... Zunächst versuchten wir in eine Kunstgalerie zu gelangen. Die war aber zu dem Zeitpunkt geschlossen, gegen 12 Uhr sollte sie aufmachen. Gut, also gings erstmal nach "Skansen", genauer gesagt eine klei
ne Holzhütte am Fjord mit _keinem_ guten Ausblick über den Fjord (man sollte sich manchmal fragen wer diese Reiseführer schreibt.. *grr*) sondern über den Bahnhof ^^. Nungut... also gings den anstrengenden Weg zurück zur Gallerie. Als wir dann nochmal richtig reinschauten sahen wir, das das Gebäude leer geräumt war, hier gabs gar nichts mehr, zumindest keine Bilder ^^.
Wir hatten dann die Lauferei satt und sind ins Bahnhofsgebäude gegangen.
Dann gelang Flo ein genialer Coup: Es gab 2 kostenpflichtige Internetzugänge und einen kostenlosen Infostand. Der Infostand hatte keine Adresszeile im Browser (um URL's einzugebe
n) sondern lediglich eine Start-Info-Seite von Trondheim. Nachdem Flo eine Suchfunktion entdeckte (und eine Tastatur gabs ja auch) wurde mal flott nach google gesucht .. und das auch erfolgreich. Einmal auf google gelangt ist einem das Internet ja quasi frei zugänglich ^^. So haben wir um die 2h Wartezeit auf den Zug zu überbrücken mal Mails gecheckt...studivz.. etc. ^^
Gegen 14 Uhr gings dann Richtung Oslo, alles wie geplant. Wir kamen dann gegen 21 Uhr an und wurden herzlichst von unserem Couchsurfer, Johan, empfangen. Mit dem Bus (den er uns bezahlte!) gings zu seiner Wohnung. Angemerkt sei, dass Johan ein Schwede aus urspr. Göteborg ist, der jetzt in Oslo arbeitet (will wohl später mal studieren). Er kochte uns dann erstmal Hühnchen mit Reis, dazu gabs dann _echtes_ Carlsberg (4,7%), damit war die Ankunft schonmal mehr als gelungen ;-). Als Gegenleistung gaben wir ihm eine Flasche Wodka aus St. Petersburg und eine weiter wurde zum Anstoßen geöffnet ^^. Er war jedoch nicht so ein Freund vom pur Trinken....
15. Januar Oslo -> Göteborg
-----------------------------
Sonne, kein Schnee, kein Regen!
Nach kurzen Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Vigeland-Skulpturpark.
Hierzu kann ich nicht viel erzählen, außer dass Skulpturen von nackten Menschen ausgestellt waren. Der Künstler Gustav Vigeland war wohl der bisher bedeutendste Bildhauer Norwegens. Infos zu Vigeland
gibts bei Wiki.
Weiter gings Richtung Schloss. Auf dem Weg passierten wir einige Botschaften, unter anderem auch die Deutsche, von der Flo dann direkt mal einige Fotos machen musste ^^ (@Flo: ja, ich muss das hier nochmal ausdrücklich erwähnen ^^).
Um das Sc
hloss herum gibt es ähnlich wie in Stockholm Wachen inkl. Wachablöse und natürlich auch wieder zig. Touristen aus aller Welt ;-).
Danach gings Richtung Küste mit einem kurzen Stopp vor (nicht im) dem Henrik Ibsen Museum. Wiki: "Henrik Johan Ibsen war ein
norwegischer Schriftsteller, der für den Naturalismus in Deutschland und Norwegen bedeutend war." Weiter Infos hier. Wegen Sonnenschein und (meinerseits) Unkenntnis über Ibsen wollte ich die Zeit eher für einen Spaziergang an der Küste und durch die
Stadt nutzen (anstelle eines Museumsbesuchs). Wir passierten das Friedensnobelpreiscenter, das Rådshus und erreichten schließlich die Akerhus Festung - ähnlich wie in Trondheim eine Festung aus dem Mittelalter,
während des 2. Weltkriegs von den Deutschen ebenfalls zur Hinrichtung Norwegischer Rebellen und Soldaten genutzt...wie man recht direkt erfuhr...
Von dort gabs auch einen netten Blick über die Stadt und die Küste.
Als wir die Burg schließlich verlassen hatten kreuzte erstmal ein Panzer die Straße, die wir überqueren wollten... ^^ siehe Video
Wir folgten ihm und dem Anhängsel an Norwegischen Soldaten zu einem Hof wo wohl einige offizielle, eher wichtig wirkende Persönlichkeiten geladen waren. Der
Panzer stoppte, ein paar Soldaten stiegen aus und es wurde applaudiert - offenbar war das zu ehren eines Offziers oder so.
Wir setzen unsere kleine Stadtwanderung fort: wir liefen durch die "Carl-Johan-Gatan", wohl "die" Einkaufsstraße Oslos. Im wesentlichen muss man als Unterschied zu Stockholm festhalten, dass in Oslo deutlich mehr Wolkenkratzer und in höherer Dichte vorzufinden waren. Irgendwie wirkte die Stadt ...moderner... zumindest anders als Stockholm.
Mittags gings dann erstmal in ein Pizza-Lokal....wir gönnten uns ein weiteres (aber wohl letztes mal), teures Mahl (~12€). Immerhin war die Pizza reichhaltig, also würde ich sagen wars nciht ganz so eine Abzocke... trotzdem.. wir sind ja arme Studenten! Nachdem wir es leider nicht schafften in einen der Radisson (SAS-Hotel) Aufzüge zu gelangen (für einen Ausblick über Oslo) versuchten wir unser Glück noch bei einigen der Kirchen die in der Stadt verteilt waren. Natürlich waren sie alle geschlossen ^^ ... so ist das halt.. zumindest in Norwegen, da gibts nur
wenige "Anlässe" zu denen die Kirchen geöffnet werden ^^. Da gegen unser Zug schon gegen 18 Uhr ging machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg. Wir schauten uns mit Johan, der mittlerweile von der Arbeit zurückgekehrt war ein wenig Idol (die schwedische Variante "Deutschland sucht den Superstar") an... er ist davon wohl ein großer Fan... haben uns bei einigen Kandidaten und bei den entsprechenden Kommentaren der schwedischen Jury dann schlapp gelacht ^^.
Wie geplant gings dann mit dem Zug Richtung Göteborg und nach etwa 2h überquerten wir schließlich die Grenze nach Schweden: ENDLICH, wieder "daheim" im billigen Schweden ;D
Gegen 22 Uhr erreichten wir Göteborg. Die verzweifelte Suche nach einem funktionierenden Bankomaten führte uns ins "Nordstan", Skandinaviens Weltgrößtes Einkaufszentrum.
Was fanden wir vor? Geeks, Freaks, Nerds: um 0.00 Uhr wurde die Erweiterung zum wohl süchtigmachensten Spiel allerzeiten - World of Warcraft - verkauft, ("Burning Crusade"). Hierzu haben sich dort (wie überall in Europa) einige Hundert (in Berlin warens wohl 1500) junge Leute versammelt bzw. eine riesige Schlange gebildet... (bitte liest mal diesen Artikel von einem
WOW-Zocker, der den "Absprung" geschafft hat. wirklich lesenswert!!)
Völlig ungeplant traf Flo seinen Korridornachbarn Erik (aus Lappis). Er kommt wohl aus Göteborg und war für ein paar Tage in der Stadt. (Natürlich NICHT in Nordstan um das Spiel zu
kaufen, nein nein... ;)). Wir verabredeten uns dann mal locker für die nächsten Tage, er wolle mit uns mal in die Stadt oder in ne Bar... dazu später mehr.
Mit dem Bus gings dann ins etwas außerhalb gelegene Scandic Hotel (aus der Hilton Gruppe) wo wir dank 50% Student-Dis
count recht preisgünstig unterkamen (30€/Nacht)! (Sauna und Pool war inkl., leider kamen wir nicht dazu das zu nutzen).
Es fühlte sich wieder sehr sehr gut an in Schweden zu sein :D ... Norwegen hat ja von der Natur einiges zu bieten, aber als Student kann man sich da einfach nicht so lange aufhalten ^^.
### restlichen Tage folgen in Teil 3 ###
11. Januar Svolvær, Lofoten
-----------------------------
Wir stand
Zum Frühstück wurden uns gewohnte und ungewohnte Dinge hingestellt .. ^^
Ich versuchte mich mal an Fløtemysost (das ø entspricht dem ö), eine Art Käse. Bei der Herstellung wird die Milch wohl einige Zeit gekocht und irgendwie hat man dann eine nach Karamel schmeckende Masse übrig. Darauf kommt dann z.B. Hagebuttenmarmelade. Ich muss aber als Fazit sagen, dass ich schon besseres gegessen habe :D... oder "genauer" gesagt: es schmeckte "interessant" ;-). Desweiteren wurde aber auch Lach
Zu Fuß ging es Richtung "Antenna", einem Aussichtspunkt auf ca. 250m Höhe - der Weg wurde uns am Vorabend bereits von Anne-
(Xvid-Codec benötigt, den gibts hier)
Zu sehen gabs die Kathedrale (oder den Dom) der Lofoten, eine kleine, nette Kirche aus Holz mit leider ungepflegtem Anstrich. Wie erwartet war sie nicht geöffnet, offenbar geschieht das im Höchstfall einmal pro Woche, da im Umkreis immer nur in einem der Orte eine Messe stattfindet. (Ja, da ist man in D anderes gewohnt). Nachdem einem recht teuren Fast-Food-Snack in Kabelvåg gings mit dem Bus zurück.
Nachdem wir uns in unserer Unterkunft aufgewärmt hatten gingen wir nochmal in die Stadt, ins Kriegsmuseum. Leider hatten wir beide unsere Kamera vergessen, deswegen gibts gerade von diesem äußerst brisanten Museumsbesuch keine Fotos.
Geboten wurde eine private Sammlung einige Hinterlassenschaften der Nazis und Engländer auf den Lofoten / in Norwegen nach dem 2. Weltenkrieg. Darunter alles mögliche: von der Anstecknadel zur Pferdegasmaske, sämtliche Uniformen, Flaggen, alles... darunter auch traditionelle Kleidung der Sami. Gewissermaßen hatte das schon eine schockierende Wirkung, zumindest auf mich. Gerade Pässe von Deutschen Soldaten, mit Fotos die da aufgeklappt rumlagen und mal eben eine Mastflagge von einem in Narvik versenkten Zerstörer, die an der Decke hängt. Beschreibungen zu den ausgestellten Sachen gabs in drei Sprachen. In Norwegisch sehr ausführlich, dann mal mehr oder weniger gekürzt in Deutsch und/oder Englisch...
Bei einigen Texten bekamen wir schon den Eindruck, dass die Neutralität ein bisschen verfehlt wurde. ... die Uniform oder das Abzeichen von Offizier bla bla. Text: "x.x.1947 wurde er schließlich gefasst - er war so naiv zu glauben, dass man seine Greultaten vergessen würde. Am x.x.1947 wurde er schließlich hingerichtet..."
Oder der beitext zu einem Schiffsmodell eines (bekannten) deutschen Schlachtschiffs:
"Am 12. November 1944 war es endlich soweit: das Schlachtschiff Tirpitz der Deutschen wurde versenkt..."
Nunja, wir konnten darüber wohl eher "schmunzeln" bzw. in unserer Generation kann man das ja gar nicht bewerten.. ist halt nicht unsere Zeit. Trotzdem war es glaub ich einer der für mich bisher "intensivsten" Museumsbesuche - kann ich nur jedem Empfehlen, der vlt mal auf den Lofoten sein sollte. Auch heute kann man wohl noch insgesamt 20 Bunkeranlagen von früher ausfindig machen. Svolvær wurde nach dem "Lofotenraid" der Briten am 4. März 1941
mit Bunkeranlagen verstärkt. (Infos zu dem "Raid" hier)
12. Januar Svolvær -> Skutvik -> Fauske -> Trondheim
---------------------------------------------------------
Wir mussten leider bei Zeit zurück, da unsere Fähre nach Skutvik (siehe Detail-Karte) schon gegen 15.45 ablegte. 2.5h dauerte die Fahrt mit der Fähre, die eigentlich dauerhaft massivst am wanken war ^^. Ich machte mir da schon ein wenig Sorgen (Video mit Blick vom Schiff aufs Festland gibts hier), die Norweger hats nicht gekümmert... die sind wohl anderes gewöhnt ;)
In Skutiv stiegen wir dann in einen Bus um Richtung Ulsvåg, wo wir wieder den Bus w
13. Januar Trondheim
----------------------
Gegen 7.30 kamen wir dann in Trondheim an. Noch im Zug hab ichs Zustande gebracht meine so praktische Gürteltasche der Kamer zu zerstören: Beim Hinsetzen blieb ich an der Sitzlehne hängen .. grrr...
Wir hatten für Trondheim keine Unterkunft klar gemacht, daher entschieden wir uns die nächste Jugendherberge (sollte ja günstig sein) aufzusuchen. Am Bahnhof wurde uns eine Karte ausgehändigt und wir machten uns auf den Weg. Es war verhältnismäßig mild und es lag verglichen zu Lofoten und Kiruna auch nur recht wenig Schnee... wir waren ja bereits anderes gewöhnt ^^. In der Jugendherberge gabs dann den nächsten "Abturn": Preis für eine Nacht (pro Person) mit "sheets" (fürs Bett): 375 NOK ~ 45€!!! Grrrr Norwegen ist zwar schön, aber TEUER! Wir hatt
Nachdem wir uns erstmal 2h schlafen gelegt hatten (ja, ein wenig Defizit bestand noch) gings zur Kristiansten Festung, einer Burg aus dem Mittelalter, die 1718 Norwegen erfolgreich vor den Schweden schützte Erste wichtige Info die man beim Betreten laß: "...folgende Soldaten wurden im 1940 - 1945 von den Deutschen hier hingerichtet...." nunja... irgendwie war mir die offenbar radikale Präsens der Deutschen bzw. der SS während des 2. Weltkrieges nicht wirklich bewusst.
Da es schneite und ein recht dichter Nebel über der Stadt lag hatten wir einen eher mäßigen Ausblick. Was aber kam zu übersehen war war die Universität und die Kathedrale.
Als kleine Zwischeninfo: Trondheim hieß vor 1930 Nidaro, daher heißt die Kathedrale/der Dom auch Nidarosdom. Nidaros heißt so viel wie "Stadt an der Mündung", dadurch zu erklären, dass Trondheim an einem 130km langen Fjord liegt (der drittlängste Norwegens).
Wir machten uns zunächst auf den Weg Richtung Dom. Wir kamen vorbei am ersten
Da man in die beiden Museen (mit Reichsinsignien, im wesentlichen Art Kronjuwelen) hätte Eintritt zahlen müssen wobei Fotos machen v
Wir gingen danach in ein interaktives Museum für klein und groß namens "Vitensentret". Geboten wurden 150 Physik-Spielchen zum selbst ausprobieren... sehr sehr lustig ^^ aber man kann sich ja vorstellen wie sich Physiker in so einem Museum aufführen :D (s
Am Abend hatte ich beschlossen zu hungern um dadurch meinen Geldbeutel zu schonen
14. Januar Trondheim - Oslo
-----------------------------
Morgens aß ich mich dann am eher bescheidenen, aber ausreichenden Frühstücksbuffet satt ^^
(und packte "illegal" ein paar Brote mit ein).
Da wir gegen 10 Uhr das Zimmer verlassen mussten machten wir uns bei Zeit auf den Weg um noch ein paar Stunden in Trondheim zu nutzen. Meine weiterhin sehr unhandliche Tasche
schränkte un
Wir hatten dann die Lauferei satt und sind ins Bahnhofsgebäude gegangen.
Dann gelang Flo ein genialer Coup: Es gab 2 kostenpflichtige Internetzugänge und einen kostenlosen Infostand. Der Infostand hatte keine Adresszeile im Browser (um URL's einzugebe
Gegen 14 Uhr gings dann Richtung Oslo, alles wie geplant. Wir kamen dann gegen 21 Uhr an und wurden herzlichst von unserem Couchsurfer, Johan, empfangen. Mit dem Bus (den er uns bezahlte!) gings zu seiner Wohnung. Angemerkt sei, dass Johan ein Schwede aus urspr. Göteborg ist, der jetzt in Oslo arbeitet (will wohl später mal studieren). Er kochte uns dann erstmal Hühnchen mit Reis, dazu gabs dann _echtes_ Carlsberg (4,7%), damit war die Ankunft schonmal mehr als gelungen ;-). Als Gegenleistung gaben wir ihm eine Flasche Wodka aus St. Petersburg und eine weiter wurde zum Anstoßen geöffnet ^^. Er war jedoch nicht so ein Freund vom pur Trinken....
15. Januar Oslo -> Göteborg
-----------------------------
Sonne, kein Schnee, kein Regen!
Hierzu kann ich nicht viel erzählen, außer dass Skulpturen von nackten Menschen ausgestellt waren. Der Künstler Gustav Vigeland war wohl der bisher bedeutendste Bildhauer Norwegens. Infos zu Vigeland
Weiter gings Richtung Schloss. Auf dem Weg passierten wir einige Botschaften, unter anderem auch die Deutsche, von der Flo dann direkt mal einige Fotos machen musste ^^ (@Flo: ja, ich muss das hier nochmal ausdrücklich erwähnen ^^).
Um das Sc
Danach gings Richtung Küste mit einem kurzen Stopp vor (nicht im) dem Henrik Ibsen Museum. Wiki: "Henrik Johan Ibsen war ein
Von dort gabs auch einen netten Blick über die Stadt und die Küste.
Als wir die Burg schließlich verlassen hatten kreuzte erstmal ein Panzer die Straße, die wir überqueren wollten... ^^ siehe Video
Wir folgten ihm und dem Anhängsel an Norwegischen Soldaten zu einem Hof wo wohl einige offizielle, eher wichtig wirkende Persönlichkeiten geladen waren. Der
Wir setzen unsere kleine Stadtwanderung fort: wir liefen durch die "Carl-Johan-Gatan", wohl "die" Einkaufsstraße Oslos. Im wesentlichen muss man als Unterschied zu Stockholm festhalten, dass in Oslo deutlich mehr Wolkenkratzer und in höherer Dichte vorzufinden waren. Irgendwie wirkte die Stadt ...moderner... zumindest anders als Stockholm.
Mittags gings dann erstmal in ein Pizza-Lokal....wir gönnten uns ein weiteres (aber wohl letztes mal), teures Mahl (~12€). Immerhin war die Pizza reichhaltig, also würde ich sagen wars nciht ganz so eine Abzocke... trotzdem.. wir sind ja arme Studenten! Nachdem wir es leider nicht schafften in einen der Radisson (SAS-Hotel) Aufzüge zu gelangen (für einen Ausblick über Oslo) versuchten wir unser Glück noch bei einigen der Kirchen die in der Stadt verteilt waren. Natürlich waren sie alle geschlossen ^^ ... so ist das halt.. zumindest in Norwegen, da gibts nur
Wie geplant gings dann mit dem Zug Richtung Göteborg und nach etwa 2h überquerten wir schließlich die Grenze nach Schweden: ENDLICH, wieder "daheim" im billigen Schweden ;D
Gegen 22 Uhr erreichten wir Göteborg. Die verzweifelte Suche nach einem funktionierenden Bankomaten führte uns ins "Nordstan", Skandinaviens Weltgrößtes Einkaufszentrum.
Was fanden wir vor? Geeks, Freaks, Nerds: um 0.00 Uhr wurde die Erweiterung zum wohl süchtigmachensten Spiel allerzeiten - World of Warcraft - verkauft, ("Burning Crusade"). Hierzu haben sich dort (wie überall in Europa) einige Hundert (in Berlin warens wohl 1500) junge Leute versammelt bzw. eine riesige Schlange gebildet... (bitte liest mal diesen Artikel von einem
WOW-Zocker, der den "Absprung" geschafft hat. wirklich lesenswert!!)
Völlig ungeplant traf Flo seinen Korridornachbarn Erik (aus Lappis). Er kommt wohl aus Göteborg und war für ein paar Tage in der Stadt. (Natürlich NICHT in Nordstan um das Spiel zu
Mit dem Bus gings dann ins etwas außerhalb gelegene Scandic Hotel (aus der Hilton Gruppe) wo wir dank 50% Student-Dis
Es fühlte sich wieder sehr sehr gut an in Schweden zu sein :D ... Norwegen hat ja von der Natur einiges zu bieten, aber als Student kann man sich da einfach nicht so lange aufhalten ^^.
### restlichen Tage folgen in Teil 3 ###

1 Comments:
jlxv dgoam [URL=http://www.bigtits234.com]Juggs[/URL] zrfiud x gm i uzk
Post a Comment
<< Home