Friday, January 05, 2007

Silvester '06/07 in Stockholm.... mit 8 Deutschen

am 31. Dezember gegen halb zwölf landete unser Flieger in Stockholm. Zu Besuch in Stockholm
waren Marc, Steffi, Kristina, Rebbi, Stephi, Robin, Jan, Katharina und ich. Marc, Steffi und Kristina kamen in der Wohnung von Rubén, einem Spanier, der bei mir aufm Korridor wohnt unter (und im Moment in Spanien ist und freundlicherweise seinen Zimmerschlüssel für mich da ließ). Der "Rest" ^^ wohnte in Gamla Stan (der Altstadt) in einem Hostel. Nach dem Auspacken und Einziehen in die Zimmer trafe wir uns gegen Abend in Gamla Stan beim Hostel um erstmal "vorzuglühen". Es lebten wohl einige ausländische Touristen in unserem Alter in dem Hostel... ... z.B. Franzosen die einen Flaschenöffner für unseren mitgebrachten Wein aus Deutschland
hatten (...wer auch sonst ^^). Gegen 23.00 gingen wir dann von Gamla Stan südlich Richtung Södermalm. Ursprünglich hatten wir die Idee auf eine Plattform zu steigen von der man die Stadt üblicherweise gut überblicken kann. Als wir dann die Menschenmassen auf der Brücke
nach Södermalm sahen (Gamla Stan ist eine Insel) und am Wasser zu Fuße der Plattform sahen
überlegten wirs uns dann doch anders. Es wurden zu der Zeit schon einige Raketen etc. gezündet, offenbar schwedentypisch, obwohl es ja noch ne Stunde bis 0 Uhr war, daher
wäre man auf dem Aussichtspunkt nicht unbedingt sicher gewesen ^^ (glaub auch der war eh gesperrt). Nach einem Ansteigen des Geballers und mitten - wie im Krieg :D - erwarteten wir um 0.00 Uhr den Weltuntergang, der aber dann doch nicht kam. Es ging dann im wesentlichenso weiter, was schon amüsant war, jedoch teilweise halt nicht gerade ungefährlich ^^. Da wurden Raketen oder vergleichbares flach über die Leute geschossen oder Böller unter Autos gezündet. Nunja.. gegen 1 Uhr wollten wir in der Pub/Bar-Straße Götgatan eine Bar aufsuchen, stellten jedoch schnell fest, dass bei all den Menschenmassen wohl kaum für 9 Leute sein wird. Da in Gamla Stan das meiste zu hatte gingen wir nochmal ins Hostel. Der Abend wurde nicht sehr lang, da alle noch müde vom Flug und der Anreise waren.
... Trotzdem muss ich sagen, dass das Feuerwerk mal was anderes war ^^ - hätte ja von den
Schweden nicht ganz so was lautes erwartet.

Am nächsten Tag erkundeten wie 4 getrennt von den anderen ein wenig Södermalm und
besuchten Katarina kyrka (soweit ich weiß ebenfalls protestantisch). Die Straßen haben sehr altes Kopfsteinpflaster und noch alte, erhaltene Häuser. Desweiteren
gabs von hier einen guten Überblick über die Stadt. Abends machten wir dann mit allen einen Spaziergang über Djurgården, der Insel östlich von Stockholm auf der sich auch Skansen
und das vasa Museet, sowie weitere Museen befinden (Das Foto mit der Windmühle/Leuchtturm war eins der wenigen die man bei Nacht machen konnte mit den kleinen Kameras :D). Danach gings in eine Bar in Södermalm, wo am 1. Januar wohl auch das meiste geschlossen hat. Nun konnten allen
mal die Vorzüge eines generellen Rauchverbotes in geschlossenen Räumen genießen :D

Am 2. Januar trafen wir uns gegen 11, "recht früh", um (für mich das zweite mal) Skansen,
das älteste Freilichtmuseum der Welt, zu besuchen. Wir hatten das beste Wetter an dem Tag,
fast keine Wolke am Himmel, jedoch recht frischen Wind. Im Winter haben in dem
nachgestellten Stadtviertel von ca. 1900 leider nicht so viele Produktionsstätten
geöffnet. Jedoch gabs mehr altertümliche Häuser zu besichtigen, die bei meinem Besuch
im Oktober nicht offen hatten. Meistens brannte da ein richtiges Feuer im Ofen und eine für damals typische Person "bewohnte" das Haus und erklärte das typisches Essen und zeigte typische Tätigkeiten. Diesmal gabs auch ein paar mehr Elche zu sehen. Leider lagen alle nur faul auf dem Boden und keiner Wollte sich zu voller Lebensgröße aufrichten
(bei den männlichen Tieren mit Geweih ca. 3m). Nach nicht all zu langer Zeit waren wir alle recht durchgefrohren und begaben uns in ein Café auf Skansen zu einer heißen Schokoladen ^^.

Danach fuhren die Mädels - für alle Männer unverständlich - freiwillig zu Ikea (ja dem weltgrößten von mir aus) was jedoch ca. 40min vom Zentrum dauert. Marc, Jan, Robin und ich fuhren stattdessen nach Lappis um ein wenig unseren Alkoholvorrat zu dezimieren und die vorher im Systembolaget gekauften schwedischen Biere zu testen. Wir alle stimmten überein, dass "Stockholms Festival Beer" das, zumindest Schwedens, schlechteste Bier ist ^^. (Mariastads und Norrland Guld waren eher beliebt). Nach gespielter Poker-Runde kamen die Mädels gegen 21 Uhr, die vorher noch bei Lidl der (glücklicherweise) in der Nähe von Ikea liegt eingekauft hatten. Es gab schwedentypische "Köttbullar" - Fleischbällchen mit Kartoffelbrei und Preiselbeersoße. Danach gings für die Männer an den Abwasch und t r a g i s c h e r w e i s e wollte noch irgendwer "eventuell" Kartoffelbrei "später", daher wurde der dann über Nacht stehen gelassen und es kostete mich viel Zeit diesen dann zu spülen.. grrr .. ^^. Wie auch immer, danach gings noch ein wenig in gemütlicher Runde weiter und Flo kam noch mal kurz vorbei.

Da wir Jungs ja schon früh mit warmtrinken anfingen hatten wir beschlossen - im Gegensatz zu den Mädels die gegen 11 schon im Astrid Lindgren Museum (Junibacken) waren - erst gegen Mittag aufzustehen. Wir besuchten dann stattdessen das Vasa Museet in dem die "Vasa", ein Kriegsschiff Schwedens, welches 1628 direkt nach dem Auslaufen gesunken ist, ausstellt. Geborgen wurde es ca 1961 und ist jetzt nahe zu vollständig erhalten/restauriert zu bewundern. Neben einem Film über die Erbauung der Vasa und seine Bergung sowie eine Diashow über die Gründe warum das Schiff sank gab es im Keller auch ein kleines Spiel an dem die Physik dahinter schön demonstiert wurde.

Der wesentliche Grund für das sinken war der zu hoch liegende Schwerpunkt. Das Schiff konnte 700 Tonnen tragen und war lediglich mit 120 Tonnen Steinen im Boden beschwert. Nach der fertigen Konstruktion war ein Kanonendeck vorgesehen. Der König beorderte aber 2 Kanonendecks womit der Schwerpunkt des Schiffes sich nach oben verlagerte. Das wankende Momment (welches nach Flos und meiner Meinung am Schwerpunkt angreift ^^), bedingt durch Wind und Wellen war also größer als das gegen Moment, das Richtmoment was das Schiff zum Aufrichten bringt. Daher kippte es nach wenigen hundert Metern nach dem Auslaufen auf eine Seite und Sank in der nähe des Hafens bzw ca. 600m entfernt von Djurgården und seinem jetztigen Unterbringungsort.

Abends trafen wir uns dann mit den Mädels wieder in der Stadt um nochmal eine Bar,
diesmal in der Nähe von der Zentralstation, aufzusuchen wo es das "Stor Stark" ("großes starkes" Bier) vor 21 Uhr für 24 SEK gab. Hier führten wir Deutsche dann das Cola-Bier ein, mit dem die Kellner zunächst gar nichts anfangen konnten. Sie verstanden nicht, wieso man freiwillig auf einen Teil Bier verzichten möchte um es dann mit Cola aufzufüllen und das dann sogar noch mit dem selben Preis zu bezahlen. Daher gaben sie uns meist noch eine Cola extra, so als Ausgleich für den verzichteten Bieranteil ^^.

Am letzten Tag machten Steffi, Marc, Kristina und ich noch hier bei Lappis Beach ein paar Fotos und es ging nochmal durch die Altstadt (jedoch verzichtete ich diesmal um noch ein bisschen zu schlafen ^^). Mittags Zeigte ich den drei dann nochmal die KTH und wir speisten nobel in meiner Stammpizzaria für 50 SEK (Salat, ein Getränk, eine Pizza, einen Kaffee) :D. Ich verabschiedete mich dann von allen an der Bushaltestelle für den Bus nach Skavsta und hab jetzt erstmal wieder genug von Sightseeing in Stockholm :D.

War auf jeden Fall ein sehr nettes Silvester in Stockholm und sehr amüsant den Deutschen mal ein wenig Schweden zu zeigen ^^. Auch wenn sie wohl alle dachten hier gäbe es nur Elche und Bäume und keine kleine Großstadt ;-)

vi ses!
PS: Morgen gehts in den Norden, unter anderem nach Kiruna... 1500km nördlich von hier :D
PPS: Es werden noch Fotos zu dem Eintrag nachgereicht, habe selbst kaum welche geschossen, da fast jeder selbst eine Kamera dabei hatte...

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