Nordentrip (Teil 1/3): ~4500km, 60h Fahrtzeit mit Bus, Bahn, Boot
Die letzten zwei Wochen reisten Flo und ich durch Schweden und Norwegen.
Die Reise verlief folgendermaßen:
Stockholm -> Luleå -> Kiruna -> Narvik -> Svolvaer (Lofoten) -> Trondheim -> Oslo -> Göteborg -> Lund -> Stockholm
In Kiruna und Oslo übernachteten wir bei "Couchsurfern" (couchsurfing.com, hier stellen Studenten anderen Studenten Betten/Couches zur Verfügung für quasi umsonsnst... man gibt meist etwas Alkohol als Gegenleistung ^^) Das ganze wird wahrscheinlich viel Text werden, aber ich werd mich bemühen es halbwegs überschaubar zu fassen.
Hier schonmal eine Übersicht von der Strecke, die wir gefahren sind:

6. Januar/7.Januar (Stockholm -> Luleå)
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Gegen 17.00
Uhr fuhren wir ab Stockholm mit dem ersten Ziel "Luleå". Das war aber nicht bloß um die Ecke sondern mal eben 1300km nördlich :). Schlauerweise sind wir Samstags losgefahren weshalb wir (nach ca. 14h) schließlich in dem kleinen Ort (siehe Karte) bei -13°C Sonntags morgens ankamen ^^. Das Touristenbüro hatte natürlich zu (geöffnet von Juli - August) sowie alle Geschäfte, gab nicht mal einen Bäcker oder ein Kaffee... also hatten wir beschlossen zur SEB zu gehen, wo ein kleines Foyer mit Bankomaten offen hatte. Dort hab ich erst mal meine Kleidung gewechselt und man konnte sich etwas aufwärmen.
Die Sonne war noch nicht aufgegangen aber es setzte schon eine gewisse Dämmerung ein (die Sonne geht um die Zeit etwa gegen 10 Uhr auf). Wir erkundeten ein wenig die überschaubare Innenstadt und suchten die Küste auf, was gar nicht so einfach war, da um u
ns rum alles zugeschneit war. Um die Stadt herum war alles zugefrohren, und ich teste mal das Eis. Gut, wahrscheinlich hätte man auch mit dem Auto drauffahren können (wie das die Schweden gerne mal tun), aber man weiß ja n
ie...^^ Später trafen wir uns dann mit "Elias", einem Freund von einer Schwedin aus Flos Korridor, der in Luleå studiert (ehemals aus Stockholm). Leider fuhr Sonntags kein einzige Bus zur Altstadt, die 7km entfernt war.
(Einige kleinen Städte sind weiträumig gebaut worden, wahrscheinlich mit der Idee, dass alles mal zusammenwächst...was bisher aber meist nicht der Fall ist ^^). Elias führte uns stattdessen ein wenig durch die umligende Natur. Die Sonne war mittlerweile am höchsten Punkt angelangt (d.h. knapp über den Horizont ^^) und wir hatten später einen schönen Ausblick über schneebedeckte Wälder (bis zum Horizont).
Nach 2h Fußmarsch waren wir recht hungrig, kochten und diskutierten über die Vor/Nachteile die man so hat wenn man in Luleå studiert. Elias berichtete von einem Professor der Universität Luleå, der wohl mal nicht zur
Vorlesung erschienen ist, obwohl er doch sonst sehr zuverlässig war. Nach etwa einem Tag fand man die Erklärung: Er wurde von einem Bären getötet.. und halb aufgefressen ...kam aber wohl noch einmal in der Geschichte der Uni vor ...nunja.. *g*
Am Abend gings für uns weiter Richtung Kiruna.
7. Januar (Luleå -> Kiruna)
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Die Reise nach Kiruna sollte ursprünglich nur im Zug stattfinden, was aber nur für einen Teil der Strecke klappte. Wir wussten nicht warum, mussten aber etwa 100km vor Kiruna in einen Bus umsteigen um dann etwas verspätet gegen 22Uhr bei -23°C in Kiruna einzutreffen. Unser Couchsurfer Max war, als wir ihn anriefen, "not available right now" also erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust. Leider hatte auch hier wieder alles zu ^^. Zu unserer Verwunderung hatte da Sonntags
abends kein Restaurant, keine Bar offen. Max berichtete uns später das würde sich für die wenigen Einwohner (ca. 20000) nicht lohnen, nur Freitag und Samstag hätte was abends offen. Nunja,
nach so 30 Minuten fingen wir dann doch an etwas zu frieren und schließlich holte uns Max und hat uns nett in seiner mittelgroßen und sehr warmen Stube untergebracht.
Zunächst mal ein paar Fakten zu Kiruna:
Die Stadt existiert(e) im wesentlichen wegen der (weltgrößten und modernsten) Eisenmine. Hier sind mittlerweile "nurnoch" 3500 Leute beschäftigt, bezogen auf die Bevölkerung ist das aber nicht gerade wenig ^^. Früher waren es mal 12000, das nahm aber mit der Modernisierung etc. ab. Heutzutage müssen regelmäßig Häuser bewegt oder gesprengt werden, da mehr und mehr Erz unter dem Stadt-Zentrum abgebaut wird. In ca. 30 Jahren wird wohl die ganze Innenstadt wegbewegt oder neugebaut. Leider hatten wir während unseres Aufenthalt in Kiruna aufgrund mangelnder Touristen nicht die Möglichkeit an einer Führung durch die Mine teilzunehmen (mindestens 10 Personen nötig, 2 Studenten = 1 Person.. *grrr*)
8. Januar (Kiruna)
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Zunächst suchten wir morgens das Touristenoffice auf um zu checken ob und wie man zum/auf den Kebnekaise (Schwedens höchsten Berg (mit ~2100m)) kann. Wir erfuhre
n, dass nur morgens um 5.30 und Nachmittags um 16.30 ein Bus fährt, das wars..
... also eher schlecht ^^, da es selbst von der Bushaltestelle noch 20km bis zum Berg wären. Wir entschließen uns also nach einer Besichtigung der Kirche von Kiruna und einer Pizza zum berühmten Icehotel zu fahren.
Das Icehotel steht in Jukkasjärvi und existiert seit 1991. Der Auslöser für die Errichtung kam durch eine Kunstaustellung von Jannot Derid innerhalb eines zylinderförmigen Iglus. Nachdem Besucher der Ausstellung durch mangelnde Beherrbergungsmöglichkeiten in dem Iglu mit Schlafsäcken übernachten mussten
(und dies problemlos und begeistert "überstanden" haben) kam die Idee ein komplettes Hotel zu errichten um den
Ort für Touristen attraktiver zu machen. Das Eis zum errichten des Hotels kommt aus dem Tornefluss welches aufgrund bestimmte Flussgeschwindigkeiten (...vor dem zufrieren ^^) sehr klar ist.
Jedes Jahr eröffnet das Hotel erneut
anfang Dezember und schließt im März. Dieses Jahr war das aufgrund der milden Temperaturen wohl deutlich erschwert worden, aber irgendwie haben sies wohl gemanagt. Alle Räume werden von Künstlern individuell gestaltet, bzw. meist wird ein Künstler (oder eine Gruppe) einem Raum zugeordnet. Jeder kann sich als Designer im Internet bewerben... also wer Lust hat.. ^^
Da die erste Führung in Schwedisch angeboten wurde warteten wir noch eine Stunde auf die in Englisch (^^ ich w
eiß, aber wir wollten uns nicht "anstrengen" beim Zuhören) in der "Nicebar" wo wir sehr nett bedient wurden und nen Kaffee für umme bekamen.
Gezeigt wurden die einzelenen Räume, auch die Suite, die für schlappe 300€/Nacht zu haben ist. Desweiteren waren wir noch in der Eiskappelle (für Hochzeiten) und in der Icebar (die gibts mittlerweile in zig Städten auf der Welt).
Mittlerweile wurde es übrigens milder, wir hatten "nurnoch" -9°C ^^.
Abends trafen wir bei unserem Couchsurfer noch zwei weitere Austauschstudent
en aus Lund die spontan eine Nacht länger blieben. Eine Schweizerin, Nicole, und einen Österreicher, Mathias. Sie hatten uns angeboten eine Nacht in Lund zu verbringen,
wohingegen wir ihnen eine Unterkunft in Stockholm angeboten hatten. (Das wurde dann ans Ende unserer Reise angehängt.. wir sind ja flexibel.. ^^) Nach gemeinsamen Kochen verbrachte man die Nacht also recht "kuschelig" zu fünft in dem einen Zimmer ^^.. ging aber gut.
9. Januar (Kiruna)
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Nach vorläufiger Verabschiedung von Nicole und Mathias (und geplantem
Kurztreffen in Narvik.. mehr dazu später), gings für uns nochmal ins Touristenoffice um uns für die iron mine guided tour anzumelden, die ja dann nicht stattfand. Stattdessen schauten wir uns das erste Haus Kirunas an, die Beherrbergung von Hjalmar Lundbohm, des späteren Managers der LKAB (Luoussavaara-Kiirunavaara Aktiebolag), die Firma die heute den kompletten Eisenerzabbau in Kiruna leitet.
Aus gewi
sser Verärgerung, weil die Tour durch die Mine nicht stattfand, entschied ich, dass wir doch wenigstens mal zum Eingang "wandern" könnten. Weit wa
r das nicht weg, doch ich depp entschied mich natürlich eine "Abkürzung" über den zugefohrenen und zugeschneiten See zu nehmen (siehe Fotos). Der Schnee war etwa hüfttief und es waren glaub ich die anstrengensten 500m meines Lebens ^^... aber war nett mal wieder etwas Schnee zu erleben. Am Eingang angekommen gabs lediglich ein wenig Informationen über LKAB, aber natürlich keinen Zutritt. Danach gings zurüc
k ins Stadtzentrum und wir gingen etwas "shoppen", d.h. wir kauften einen (zweiten) Schal für spottbillige
10 SEK (~1€) und ich mir ein kleines stativ für meine Kamera, was sich während des Trips noch mehrmals für Selbstauslöserbilder und Aufnahmen im Dunkeln bewährte.
Dann kamen wir um 18.00 schließlich zum Highlight des Kiruna-Aufenthalts:
die Hundeschlittenfahrt. Wir wurden von einem Kleinbus abgeholt und erstmal zu einem Laden gebracht wo wir uns "wärmere" Sachen anziehen sollten. Dummerweise war ich so naiv zu glauben, dass meine Schuhe bereits warm genug sind... Ausgestattet mit Handschuhen, Fellmütze und Ganzkörperanzug (und Flo mit extra warmen Schuhen) gings
dann an den Stadtrand wo bereits die Hunde warteten. Untergebracht waren sie in ein
e art Kastenwagen, wirkte etwas fies, aber darin müssen die halt transportiert werden (leben etwa 35km außerhalb der Stadt). Insgesamt bestand unsere Touristengruppe aus ca. 15 Leuten aus China, Australien, etc.. Es kamen immer 3-4 Leute auf einen Schlitten + Schlittenführer, gezogen von 12 Hunden. Wir bildeten ein Team mit einem
Ehepaar aus Australien, für die Kiruna bloß ein Zwischenstop ihrer Weltreise war.
Die Steuerun
g des Schlittens erfolgte nur mit Wortkommandos. (Natürlich verstehen die Hunde nur Schwedisch ^^... höger <-> rechts, vänster <-> links etc.)
Es ging erstaunlich flott zu, auf Ebene schaffen die Hunde wohl ca. 20 km/h, berg ab auch mal 30. Leider konnten wir auf der Fahrt keine Nordlichter beobachten, es war wohl zu bewölkt. Gleichzeitig hatte es wohl auch zu viel geschneit, so dass die Bäume zu dicht bedeckt waren und man auch keine Elche entdecken konnte... :/
Während des Trips machten wir mal kurz stopp um in einem Sami-Zelt an einem Feuer Tee/Kaffe und Tunnbröd (eine Art crêpe-Teig) mit geräuchertem Rentierfleisch zu uns zu nehmen - sehr lecker! Meine Füße waren nach der ersten Hälfte abgestorben.. ^^
.. aber gut, das merkte ich nach einer Zeit schon gar nicht mehr so. Auf dem Rückweg musste unser Schlittenführer den Schlitten am Berg ein wenig schieben, wir waren dann doch etwas zu schwer für die Hunde :D. Am Abend gabs bei unserem Couchsurfer dann erstmal ne heiße Dusche. Nach Köttbullar + Bier (echtes) vom Systembolaget schauten wir uns noch Borat (nat. in Englisch) an.... muhahahaha - ich weiß, ich bin niveaulos, aber der Film ist genial ^^
10. Januar (Kiruna -> Narvik -> Svolvaer (Lofoten))
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Um etwa 10.45 gings dann von Kiruna Richtung Narvik. Die Landschaft während der Zugfahrt war wirklich mal "was anderes". Es gab reichlich "Eiswüste" und einen weiten Ausblick auf den Torneträ
sk/Tornefluss. Gegen 13.45 kamen wir dann in Narvik an und trafen erstmal wieder Nicole und Mathias (wie ausgemacht) am Bahnhof. Nachdem wir unser Gepäck bei einem Tierzubehörgeschäft abgelegt hatten (^^) hatten wir wenige Stunden um uns diese historisch wohl sehr bedeutsame Stadt anzuschauen.
Während des zweiten Weltkriegs war der Hafen von Narvik sehr umkämpft, da von hier die Eisenerzlieferungen von Kiruna verschifft wurden. Die Briten haben hier 10 (der insgesamt 20 Zerstörer der Kriegsmarine) der Deutschen versenkt.
Da nicht
viel Zeit blieb begaben wir uns zu einem Aussichtspunkt und hatten so einen netten Überblick über die Stadt (mittlerweile wars btw schon dunkel.. hier bewährte sich mein Stativ :D). Noch was zu Narvik: Hier gibts die Sonne nur von Mai bis September (oder so) zu sehen. Den Rest des Jahres versteckt sie sich hinter den umgebe
nden Bergen. Wir waren dort bloße 709km entfernt vom Nordkapp (etwa 200km
nördlich des nördlichen Polarkreises) entfernt, daher verschwindet die Sonne auch einige Tage im Jahr ganz hinterm Horizont. (hier
das Schilderfoto nochmal ohne Personen zum Streckenlesen)
(hier, Wer nochmal nachlesen will bzgl. Polarnacht/Polartag)
Gegen 16.15 gings weiter Richtung Svolvaer, der Hauptstadt der Lofoten (mit dem Bus). Die Fahrt waren weitere 5,5h und gegen 22 Uhr kamen wir dann schließlich im verschneiten, 5000 Seelen-Städtchen an. Irgendwie hatte die Norwegerin die, die Beherrbergung anbot (in diesem Fall für Geld), die letzte Buchungsmail nicht
erhalten und wir kamen wohl völlig unerwartet an ^^. Sie wohnte allein in einem kleinen Haus in dem wir ein Doppelzimmer bekamen mit Zugang zu ihrer Küche und ihrem Wohnzimmer (mit Kamin). Gleichzeitig gab sie uns auchnoch ihren Haustürschlüssel...
...hier kann man von Gastfreundschaft sprechen! Sie machte uns dann noch ein paar Sandwitches und
wir gingen bei Zeit ins Bett.. hatten ja auch wieder einige Stunden Reise hinter uns.
### restlichen Tage folgen in Teil 2 ###
Die Reise verlief folgendermaßen:
Stockholm -> Luleå -> Kiruna -> Narvik -> Svolvaer (Lofoten) -> Trondheim -> Oslo -> Göteborg -> Lund -> Stockholm
In Kiruna und Oslo übernachteten wir bei "Couchsurfern" (couchsurfing.com, hier stellen Studenten anderen Studenten Betten/Couches zur Verfügung für quasi umsonsnst... man gibt meist etwas Alkohol als Gegenleistung ^^) Das ganze wird wahrscheinlich viel Text werden, aber ich werd mich bemühen es halbwegs überschaubar zu fassen.
Hier schonmal eine Übersicht von der Strecke, die wir gefahren sind:

6. Januar/7.Januar (Stockholm -> Luleå)
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Gegen 17.00
Die Sonne war noch nicht aufgegangen aber es setzte schon eine gewisse Dämmerung ein (die Sonne geht um die Zeit etwa gegen 10 Uhr auf). Wir erkundeten ein wenig die überschaubare Innenstadt und suchten die Küste auf, was gar nicht so einfach war, da um u
(Einige kleinen Städte sind weiträumig gebaut worden, wahrscheinlich mit der Idee, dass alles mal zusammenwächst...was bisher aber meist nicht der Fall ist ^^). Elias führte uns stattdessen ein wenig durch die umligende Natur. Die Sonne war mittlerweile am höchsten Punkt angelangt (d.h. knapp über den Horizont ^^) und wir hatten später einen schönen Ausblick über schneebedeckte Wälder (bis zum Horizont).
Nach 2h Fußmarsch waren wir recht hungrig, kochten und diskutierten über die Vor/Nachteile die man so hat wenn man in Luleå studiert. Elias berichtete von einem Professor der Universität Luleå, der wohl mal nicht zur
Vorlesung erschienen ist, obwohl er doch sonst sehr zuverlässig war. Nach etwa einem Tag fand man die Erklärung: Er wurde von einem Bären getötet.. und halb aufgefressen ...kam aber wohl noch einmal in der Geschichte der Uni vor ...nunja.. *g*
Am Abend gings für uns weiter Richtung Kiruna.
7. Januar (Luleå -> Kiruna)
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Die Reise nach Kiruna sollte ursprünglich nur im Zug stattfinden, was aber nur für einen Teil der Strecke klappte. Wir wussten nicht warum, mussten aber etwa 100km vor Kiruna in einen Bus umsteigen um dann etwas verspätet gegen 22Uhr bei -23°C in Kiruna einzutreffen. Unser Couchsurfer Max war, als wir ihn anriefen, "not available right now" also erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust. Leider hatte auch hier wieder alles zu ^^. Zu unserer Verwunderung hatte da Sonntags
nach so 30 Minuten fingen wir dann doch an etwas zu frieren und schließlich holte uns Max und hat uns nett in seiner mittelgroßen und sehr warmen Stube untergebracht.
Zunächst mal ein paar Fakten zu Kiruna:
Die Stadt existiert(e) im wesentlichen wegen der (weltgrößten und modernsten) Eisenmine. Hier sind mittlerweile "nurnoch" 3500 Leute beschäftigt, bezogen auf die Bevölkerung ist das aber nicht gerade wenig ^^. Früher waren es mal 12000, das nahm aber mit der Modernisierung etc. ab. Heutzutage müssen regelmäßig Häuser bewegt oder gesprengt werden, da mehr und mehr Erz unter dem Stadt-Zentrum abgebaut wird. In ca. 30 Jahren wird wohl die ganze Innenstadt wegbewegt oder neugebaut. Leider hatten wir während unseres Aufenthalt in Kiruna aufgrund mangelnder Touristen nicht die Möglichkeit an einer Führung durch die Mine teilzunehmen (mindestens 10 Personen nötig, 2 Studenten = 1 Person.. *grrr*)
8. Januar (Kiruna)
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Zunächst suchten wir morgens das Touristenoffice auf um zu checken ob und wie man zum/auf den Kebnekaise (Schwedens höchsten Berg (mit ~2100m)) kann. Wir erfuhre
... also eher schlecht ^^, da es selbst von der Bushaltestelle noch 20km bis zum Berg wären. Wir entschließen uns also nach einer Besichtigung der Kirche von Kiruna und einer Pizza zum berühmten Icehotel zu fahren.
Das Icehotel steht in Jukkasjärvi und existiert seit 1991. Der Auslöser für die Errichtung kam durch eine Kunstaustellung von Jannot Derid innerhalb eines zylinderförmigen Iglus. Nachdem Besucher der Ausstellung durch mangelnde Beherrbergungsmöglichkeiten in dem Iglu mit Schlafsäcken übernachten mussten
(und dies problemlos und begeistert "überstanden" haben) kam die Idee ein komplettes Hotel zu errichten um den
Jedes Jahr eröffnet das Hotel erneut
Da die erste Führung in Schwedisch angeboten wurde warteten wir noch eine Stunde auf die in Englisch (^^ ich w
Gezeigt wurden die einzelenen Räume, auch die Suite, die für schlappe 300€/Nacht zu haben ist. Desweiteren waren wir noch in der Eiskappelle (für Hochzeiten) und in der Icebar (die gibts mittlerweile in zig Städten auf der Welt).
Mittlerweile wurde es übrigens milder, wir hatten "nurnoch" -9°C ^^.
Abends trafen wir bei unserem Couchsurfer noch zwei weitere Austauschstudent
wohingegen wir ihnen eine Unterkunft in Stockholm angeboten hatten. (Das wurde dann ans Ende unserer Reise angehängt.. wir sind ja flexibel.. ^^) Nach gemeinsamen Kochen verbrachte man die Nacht also recht "kuschelig" zu fünft in dem einen Zimmer ^^.. ging aber gut.
9. Januar (Kiruna)
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Nach vorläufiger Verabschiedung von Nicole und Mathias (und geplantem
Aus gewi
10 SEK (~1€) und ich mir ein kleines stativ für meine Kamera, was sich während des Trips noch mehrmals für Selbstauslöserbilder und Aufnahmen im Dunkeln bewährte.
Dann kamen wir um 18.00 schließlich zum Highlight des Kiruna-Aufenthalts:
die Hundeschlittenfahrt. Wir wurden von einem Kleinbus abgeholt und erstmal zu einem Laden gebracht wo wir uns "wärmere" Sachen anziehen sollten. Dummerweise war ich so naiv zu glauben, dass meine Schuhe bereits warm genug sind... Ausgestattet mit Handschuhen, Fellmütze und Ganzkörperanzug (und Flo mit extra warmen Schuhen) gings
dann an den Stadtrand wo bereits die Hunde warteten. Untergebracht waren sie in ein
Ehepaar aus Australien, für die Kiruna bloß ein Zwischenstop ihrer Weltreise war.
Die Steuerun
Es ging erstaunlich flott zu, auf Ebene schaffen die Hunde wohl ca. 20 km/h, berg ab auch mal 30. Leider konnten wir auf der Fahrt keine Nordlichter beobachten, es war wohl zu bewölkt. Gleichzeitig hatte es wohl auch zu viel geschneit, so dass die Bäume zu dicht bedeckt waren und man auch keine Elche entdecken konnte... :/
Während des Trips machten wir mal kurz stopp um in einem Sami-Zelt an einem Feuer Tee/Kaffe und Tunnbröd (eine Art crêpe-Teig) mit geräuchertem Rentierfleisch zu uns zu nehmen - sehr lecker! Meine Füße waren nach der ersten Hälfte abgestorben.. ^^
10. Januar (Kiruna -> Narvik -> Svolvaer (Lofoten))
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Während des zweiten Weltkriegs war der Hafen von Narvik sehr umkämpft, da von hier die Eisenerzlieferungen von Kiruna verschifft wurden. Die Briten haben hier 10 (der insgesamt 20 Zerstörer der Kriegsmarine) der Deutschen versenkt.
Da nicht
nördlich des nördlichen Polarkreises) entfernt, daher verschwindet die Sonne auch einige Tage im Jahr ganz hinterm Horizont. (hier
das Schilderfoto nochmal ohne Personen zum Streckenlesen)
(hier, Wer nochmal nachlesen will bzgl. Polarnacht/Polartag)
Gegen 16.15 gings weiter Richtung Svolvaer, der Hauptstadt der Lofoten (mit dem Bus). Die Fahrt waren weitere 5,5h und gegen 22 Uhr kamen wir dann schließlich im verschneiten, 5000 Seelen-Städtchen an. Irgendwie hatte die Norwegerin die, die Beherrbergung anbot (in diesem Fall für Geld), die letzte Buchungsmail nicht
erhalten und wir kamen wohl völlig unerwartet an ^^. Sie wohnte allein in einem kleinen Haus in dem wir ein Doppelzimmer bekamen mit Zugang zu ihrer Küche und ihrem Wohnzimmer (mit Kamin). Gleichzeitig gab sie uns auchnoch ihren Haustürschlüssel...
...hier kann man von Gastfreundschaft sprechen! Sie machte uns dann noch ein paar Sandwitches und
wir gingen bei Zeit ins Bett.. hatten ja auch wieder einige Stunden Reise hinter uns.
### restlichen Tage folgen in Teil 2 ###

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