Monday, September 11, 2006

Öland

Hej,

in der letzten Woche haben dann auch die restlichen Vorlesungen (neben QMII) begonnen. In der ersten Periode (bis Oktober) ist mein Stundenplan recht locker, was ich nicht unbedingt bedauere... ^^ - ist ja schließlich ein Urlaubssemester *hust*. Leider hab ich mir dann auch den hier kursierenden Virus eingefangen und daher im Moment noch Halsweh, beginnende Ohrenschmerzen... Trotzdem fuhr ich das Wochenende mit einer Gruppe ( insgesamt 13 ) exchange students nach Öland, einer Insel 450km südlich von Stockholm. Wir waren 4 Finnen, 2 Österreicher, 1 Slowene, 1 Belgier und 5 Deutsche... ja die Deutschen waren mal wieder die Mehrheit :/. Habe mich mit den beiden Österreichern und zwei Deutschen zusammengetan und einen (fast neuen) 5er Golf gemietet. Für ca. 120€ fürs We war das wohl die günstigste Variante (natürlich +Benzin) zu fünft dorthin zu gelangen, zudem war man vor Ort dadurch sehr flexibel. Der Rest verteilte sich auf einen finnischen und einen deutschen Corsa. Freitag Nachmittag gings bewölkt/verregnet von Stockholm los und je weiter man in den beliebten Süden fährt, desto besser wird nunmal das Wetter. Als wir ankamen war der Himmel fast wolkenlos ... und das fürs ganze We ^^. Wir quartierten uns in einem Appartment in der Nähe von Kalmar ein, die Stadt die per 6km langer Brücke (!) mit Öland verbunden ist. Hatten ein großes Wohnzimmer mit Küche, Schlafzimmer und Bad und das direkt an der Ostsee mit Meerblick und Wasserzugang. Da meine Erkältung noch nicht kuriert war (ist) habe ich mich gescheut Baden zu gehen, Michael wollte das aber mal austesten. Da jedoch einige Quallen die Ostsee beherrschten hat er es sich nochmal anders überlegt, auch wenn die wahrscheinlich ungiftig waren...^^
Am Tag trafen wir uns mit der restlichen Gruppe und fuhren auf Öland. An einem Fahrradverleih erhielten wir nach langem hick-hack 7 Fahrräder, so dass sich die Gruppe zunächst aufteilte. Die eine Hälfte fuhr ein paar Stunden rad, die andere schaute sich die Sommerresidenz des Königs und die Burg Borgholm an. Später wurde dann getauscht.
Die Insel ist ca.130km lang und ca. 15-30km breit. Wir fuhren mit den Rädern über die Insel zur Ostküste an einen Gras/Sand-Strand von wo aus man endlich mal die Ostsee bis zum Horizont überblicken konnte. Im Wett-Sand-Brücken-Bauen unterlagen die Deutschen kläglich dem Belgier :D, welcher unter finnischer Bauleitung stand. Ich war unterwegs mit drei Finnen, einem Belgier und zwei Deutschen (siehe Foto). Da wir erst Nachmittags die Burg/Residenz des Königs besichtigen wollten hatten wir gewisses Pech, da beides eigentlich geschlossen hatte. Bei der Burg kletterten wir über eine kleine Mauer und konnten uns um den Eingang rummogeln. Da eine geschlossene Gesellschaft die Burg für ein späteres Fest oder so nutzen wollte dachten die Leute wohl, dass wir dazu gehören... So kamen wir ohne Eintritt etc. rein. Die Burg Borgholm wurde im Mittelalter errichtet und stehts weiterentwickelt, daher soll man wohl die verschiedenen Baustile erkennen... außer, dass viel Kalkstein verwendet wurde konnten wir das nicht feststellen ^^. Bei der Sommerresidenz konnten wir uns dann nicht drumrumschummeln...
Am Abend gabs dann gemeinsames Kochen in der Jugendherrberge der Finnen/Deutschen. Es gab quasi wieder ein Wettkochen, d.h. finnische gegen deutsch-österreichische Bolognese. Diesmal fanden wir doch, dass die Deutsch-Österreicher die Nase vorn hatten ^^. Danach wurden ein paar Trinkspiele gespielt, die Finnen verteilten ein wenig selbst gemischten Pferrerminz-Wodka... da hieß es dann immer: "hölligin gölligin" (ok wahrsch. falsch geschrieben, heißt auf jeden fall sowas wie Prost auf finnisch).
Am nächsten Tag erkundeteten wir dann nochmal zu fünft (die beiden Österreicher, die beiden Deutschen und ich) die Mitte von Öland. Wir fuhren zum größten Binnensee der Insel Ölands (!) (nachdem wir erstmal den anliegenden, großen Ort Möckelmossen (= ein Haus mit Informationen und Toilette drin, siehe Foto verpassten).
Interessant war, dass dort eine eher mediterane, trockene Vegetation herrschte - verglichen zu dichtem Wald in der restlichen Gegend von Schweden. Der See war eher eine Art Sumpfgebiet und nicht einfach zugänglich. Wir versuchten es schließlich barfuß, jedoch hielten uns einige, schlängelnde Blutegel davon ab weiterzugehen.. ^^ ... ja wir sind Weicheier, wie bei den Quallen... die Jugend von heute.. nene!
Am Nachmittag schauten wir uns noch ein bisschen Kalmar an und machten uns schließlich wieder auf zur ja doch nicht so kurzen Heimfahrt (~4-5h). Trotz meiner etwas nervigen Erkältung wars ein super Wochenende... ich würde das einen Urlaub im Urlaub nennen ^^. Sowas hab ich auch noch nicht gemacht :D

hej då!

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